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Veranstaltungen und Aktionen der letzten Zeit -
zum Nachlesen

Veranstaltungsflyer

Wieder einmal volles Haus in der Abendakademie am, 14.12.16:
Die Initiatorin von "NAZI-FREIES RECHT!", Rechtsanwältin Dagmar von Stralendorff stellte in ihrem Vortrag dar, wie und wo in vielen gängigen Gesetzen sich bis heute alte Nazi-Rechtsauffassungen verstecken.
Das Ziel der im März 2016 gegründeten "Initiative nazifreies Recht" ist es, diese Relikte nationalsozialistischer Gesetzgebung aufzudecken, sie öffentlich zu diskutieren und die notwendige Entrümpelung der deutschen Gesetzgebung anzugehen. Mehr Infos auf der Webseite der Initiative www.ich bin dafür.


Den kompletten Flyer können Sie hier herunterladen.

Ein Abend zu Ehren von
Alice Dorell am 25.10.2016

Alice-Dorell-Veranstaltung

Am 25. Oktober 2016 fand im Foyer des Werkhauses des Nationaltheaters Mannheim eine Veranstaltung zu Ehren der jüdischen Schauspielerin Alice Dorell statt. Der Arbeitskreis Justiz hat den Abend in Kooperation mit dem Nationaltheater organisiert. Die Historikerin Dr. Katja B. Zaich schilderte den Lebensweg von Alice Dorell.
Als ältestes Kind von Julius und Emma Droller 1907 in Mannheim geboren, will Alice schon früh Schauspielerin werden. Dies wird von ihren Eltern, einem Mannheimer Kaufmannspaar, nach anfänglichem Erstaunen auch unterstützt und gefördert. Ihr Vater besteht auf einer guten Ausbildung, die Alice auch abschließt. Danach debütiert sie 1925/26 am Mannheimer Nationaltheater, später zieht sie nach Berlin. 1933 emigriert sie in die Niederlande und baut sich dort beharrlich und entgegen vielen Hindernissen eine neue Karriere als Kabarettistin auf. So gründet sie das "Drie- Dames- Cabaret" und die Gruppe "De Lantaarn". Kritiker in den Niederlanden bescheinigen ihr eine große Begabung sowohl für Satire, als auch für Parodie, Gesang und Schauspiel.
Nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht gelingt Alice keine weitere Flucht mehr. Sie wird im Lager Westerbork interniert und mit dem ersten Transport von dort nach Auschwitz gebracht und ermordet.
Die wenigen erhaltenen Texte von Alice Dorell rezitierte die Schauspielerin Bettina Franke, aus Briefen und Interviews las die inzwischen 87-jährige Nichte von Alice, Doris Kullman aus Den Haag.
Mit einer Tanzperformance zu Beginn und Ende der Veranstaltung rundete die junge Großnichte Carolina Droller die sehr emotionale Veranstaltung ab. Carolina Droller ist Tänzerin und kommt aus Buenos Aires.
Weitere Verwandte aus USA, Niederlande, Frankreich und Deutschland saßen im Publikum. So wurde die Stolpersteinverlegung und die Veranstaltung zu Ehren von Alice Dorell zu einem Familienfest der besonderen Art. Einige Familienmitglieder sind sich zum ersten Mal begegnet.

Alice-Dorell-Veranstaltungsflyer
Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Stolpersteine für die Familie Droller am 22.10.2016

Stolpersteine für Familie Droller

Am 22. Oktober 2016 wurden auf den Planken in P7, 22 sieben Stolpersteine für die Familie Droller gelegt - vor dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus, ein Einrichtungshaus für hochwertiges Mobiliar.
Zur Stolpersteinverlegung waren über 20 Familienmitglieder aus aller Welt gekommen. Es sprach Doris Kullman, eine Nichte von Alice Droller.
Alice Droller oder Dorell, wie sie sich mit Künstlernamen nannte, hatte im Nationaltheater als Schauspielerin debütiert und sich später als Kabarettistin einen Namen gemacht. Doris Kullman schilderte, wie die jüdische Familie schon 1933 nach Holland auswanderte und dann doch 1942 von den Nazis deportiert und ermordet wurde. Nur zwei Geschwister überlebten.

Stolpersteine für Ilse Klußmann am 22.10.2016

Stolpersteine für Ilse Klußmann

Am 22. Oktober 2016 wurde in der Corneliusstraße ein Stolperstein für Ilse Klußmann gelegt. Sie wurde als junge Frau 1936 trotz Widerstandes der Familie zwangssterilisiert und wurde von einer Hochschulausbildung ausgeschlossen. Ihre Verlobung wurde von ihrem Partner beendet, weil sie keine Kinder bekommen konnte.
Ilse Klußmann lebte bis 1999. Sie arbeitete bei der BASF. Ihre Nichte sprach bei der Verlegung und erzählte, dass Ilses Schicksal von der Zwangssterilisierung immer bestimmt war. Zu ihrem Andenken schilderte sie sehr bewegend die Erinnerungen an ihre geliebte Tante und zeigte dabei Erinnerungsfotos.
Das zahlreiche Publikum aus der Nachbarschaft kannte und schätze Ilse Klußmann. Der Stolperstein zu Ilse Klußmann steht jetzt für fast 2000 Mannheimerinnen und Mannheimer, die in der nationalsozialistischen Regierungszeit zwangsweise sterilisiert wurden.

Seit März 2016:
Mahnmal vor dem Diakonissenkrankenhaus

Mahnmal vor dem Diakonissenkrankenhaus in Mannheim
Das Mahnmal für die Opfer der NS-Zwangssterilisation steht ab März 2016 für ein Jahr vor dem Diakonissenkrankenhaus in Mannheim-Neckarau. Die Patenschaft hat die Wilhelm-Wundt-Realschule und das Bachgymnasium übernommen.
Der öffentliche Festakt zur Übergabe des Mahnmals ist am Dienstag, 22. März 2016 um 10 Uhr im Festsaal des Diakonissenkrankenhauses. Die szenische Lesung "Die Unfruchtbarmacher" wird in diesem Rahmen aufgeführt. .


Dokumentarstück zum NS-Sondergericht in der ausverkauften Aula der Uni MA


Veranstaltung am 18.5. um 20 Uhr
Etwa 400 Besucher waren am 18. Mai 2015 bei der Aufführung des Dokumentarstücks über die Todesurteile des Mannheimer Sondergerichts in der Aula der Universität. Die Aufführung wurde organisiert vom Rektorat der Universität und dem AK-Justiz mit finanzieller Unterstützung durch Absolventum. SchauspielerInnen: Bettina Franke, Werner Galas, Einhart Klucke, Jean-Michel Raeber, Eva Martin-Schneider, Berthold Toetzke und Freunden des "AK-Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim".

Wenige Wochen zuvor war das Stück im Landgericht Heidelberg aufgeführt worden im Rahmen der Ausstellunge zu Fritz Bauer.


Das Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisierung wanderte
am 5. März 2015 vom Amtsgericht an das Klinikum, wo es von SchülerInnen des Ludwig Frank Gymnasiums betreut wird.
Zur Feierstunde führte der Arbeitskreis Justiz das Dokumentarstück "Die Unfruchtbarmacher" auf.

Die Rede von Prof. Axel Bauer ist hier dokumentiert

Mahnmal vor dem Klinikum, Foto aus dem MM
Der Artikel im Mannheimer Morgen zum Umzug des Mahnmals ist hier dokumentiert Am 20. Okober 2014 übernahmen SchülerInnen des Ursulinengymmasiums die Betreuung des Mahnmals für die Opfer der Zwangssterilisierung.


Übergabe der Patenschaft


Das Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisierung wurde am 5.November 2013 in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Dr. Kurz und der Gerichtspräsidentin Frau Meister vor dem Amtsgericht Mannheim enthüllt und am 15. November 2013 der Friedrich-List-Schule überantwortet.


Das Mahnmal vor dem Amstgericht

Mehr Informationen zu den Zwangssterilisierungen in Mannheim

Mehr Informationen zum Mahnmal und den Veranstaltungen

Walter Wassermann wurde am 22.09.2012 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Studierende der Hochschule Mannheim haben über und ihm einen Kurzfilm gedreht. Postkarte zum Film. Mehr Informationen zum Film auf der Webseite zum Wassermann-Film

Einladung zur Filmpremiere

Über 250 BesucherInnen kamen am 9.Mai 2012 zum "Wortwechsl" des AK-Justiz ins Jugendkulturzentrum FORUM:
"arisieren - verschweigen - stiften.
Der rechtschaffene Kaufmann Heinrich Vetter.
Ein öffentliches Bild wird korrigiert."

Szenen einer Auseinandersetzung
Für Inhalt und Darstellung des inszenierten Wortwechsels gab es viel Applaus.
Dramatisierung und Regie: Eva Martin-Schneider
Veranstaltungsflyer des AK-Justiz hier herunterladen, 140 KB .
Artikel aus dem Mannheimer Morgen hier herunterladen, 140 KB . Mehr Infos unter Stichwort "Arisierung"


Etwa 220 BesucherInnen, darunter viele Schülerinnen und Schüler nahmen an der Veranstaltung mit Walter Wassermann in der Aula des KFG am 9.11.2011 teil.
Veranstalter: AK-Justiz, Karl-Friedrich Gymnasium, Grüne Jugend, Die Falken, Schüler gegen Rechts, AK-Gegen Rechts im Stadtjugendring.

Walter Wassermann und sein gebanntes Publikum
Der Flyer zur Veranstaltung kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
(Flyer hier herunterladen, 115 KB ).



über 200 BesucherInnen nahmen an der Lesung mit Margot Friedländer im Kahnweiler-Saal der Kunsthalle Mannheim am Dienstag, 15. März 2011 um 19 Uhr teil.
Veranstalter waren AK-Justiz und das Karl-Friedrich Gymnasium

Flyer zur Lesung mit Margot Friedländer
Der Flyer zur Lesung mit Margot Friedländer kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
(Flyer hier herunterladen, 69 KB ).

Dienstag, 23. November 2010, 18.30 Uhr
Aula der Hochschule Mannheim, Gebäude 3, Paul-Wittsack-Straße
szenischen Lesung:
Die Unfruchtbarmacher

Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim
Veranstalter: Campus Aktiv; Eintritt Frei


72. Jahrestag der Pogromnacht:
Dienstag, 9. November 2010, 19.30 Uhr
Veranstaltung im Saal der Jüdischen Gemeinde, Mannheim, F 3,4
Gegen das Vergessen und Verdrängen.
Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen jüdischen Zwangsarbeiter in Mannheim.
Die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus und die Gedächtnislücken der Mannheimer Wirtschaft.


Walter Wassermann

Zeichnung von Wilhelm Werner
Montag, 12. April 2010, 19.30 Uhr:
Lesung "Die Unfruchtbarmacher"
in der Sammlung Prinzhorn
Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg
Voßstraße 2, 69115 Heidelberg Tel: +49 (0)6221 / 56-44 92

Ausstellung: Bilder einer Zwangssterilisierung
Wilhelm Werner (1898-1940)

Der Autor der einzigartigen Bildserie, Wilhelm Werner (1898-1940, lebte seit 1919 in der Anstalt Werneck. Der Überlieferung nach zeichnete er die Blätter zwischen 1934 und 1938 nach seiner Zwangssterilisierung. Die Erfahrung des entwürdigenden Eingriffs setzte er in beeindruckend phantasievolle und eigenständige Bilder um. Zwei Jahre später wurde Werner Opfer der NS-"Euthanasie".
Ausstellung bis 6. Juni 2010

Stoplersteinverlegung für Georg Ehret

12. März 2010 Verlegung eines Stoplersteins für Georg Ehret, Opfer der NS-Justiz, in der Rheinhäuser Straße 56 in Mannheim


Die Rede des AK-Justiz zur Verlegung des Stolpersteins kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
(Rede hier herunterladen, 60 KB ).

Ullmann Klavierkonzert am 31.01.10

Sonntag, 31. Januar 2010, 17 Uhr Jüdische Gemeinde, Mannheim, F3, 4

Viktor Ullmann

Der Pianist Alan Speer aus Hamburg spielte und erklärte die drei letzten Klaviersonaten, die Viktor Ullmann im KZ-Theresienstadt komponiert hatte.
Ein ausführlicher Text zu Vikor Ullmann kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
(Ullmann-Flyer hier herunterladen, 43 KB ). Über 200 Besucher waren zu dem Klavierkonzert gekommen.
Ullmann Klavierkonzert am 31.01.10





Die Unfruchtbarmacher - Szenische Lesung

Montag, 30.11.09, 19 Uhr im TIG7
Mannheim, Theater in G 7, 4

Szenischen Lesung: Die Unfruchtbarmacher
Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim

Regie: Eva Martin-Schneider; Die Veranstaltung wird unterstützt durch ver.di



Szenenfotos

Donnerstag, 19. November 2009, Hörsaal H02 in der Alten Brauerei, Mannheim Röntgenstr.7

"Die Unfruchtbarmacher" - Szenische Lesung
Gastgeber ist die Medizinischen Fakultät Mannheim-Heidelberg

Illustrationen zur Veranstaltung

Montag, 9. November 2009, 19.30 Uhr, Abendakademie/VHS, U1, großer Saal

Das "Mannheimer System" 1933 - 38

Das Mannheimer Finanzamt war im Nationalsozialismus reichsweit Vorreiter bei der Ausplünderung und Überwachung der jüdischen Bevölkerung. Neue Erkenntnisse gibt es auch über die Zuarbeit der IHK, städtischer Stellen und anderer lokaler Institutionen.
Eine Veranstaltung in Erinnerung an die Reichspogromnacht;
Referenten: Heiner Ritter und René Skusa.

Die Vortäge sind als Audio-Datei dokumentiert unter: "Audioarchiv" des bermuda.funks und können unter dem Stichwort "Arisierung" auf deser Webseite als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Mi. 10. Juni 2009, 18 Uhr, Diakonissenmutterhaus,
Mannheim Belchenstraße 1

Szenische Lesung: Die Unfruchtbarmacher
Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim
Gastgeber der Veranstaltung ist das Diakoniekrankenhaus

Die Unfruchtbarmacher - Szenische Lesung

25. März 2009 Stolpersteinverlegung

In der Mittelstraße vor dem Eingang zur Lupinen-Straße wurden zwei "Stolpersteine" für Rosa Eckel und Margarethe Stögbauer verlegt, die auf den gewaltsamen Tod der beiden Prostituierten in der Zeit des Nationalsozialismus hinweisen. Sie wurden wegen eines Bagatelldeliktes vom Mannheimer NS-Sondergericht zum Tode verurteilt.
Im Anschluss verteilten die bei der Verlegung Anwesenden ein Infoblatt an die Beschäftigten in der Lupinenstraße, die diese ungewöhnliche Aktion mit Interesse und Anteilnahme verfolgten. Es sind dies die einzigen Stolpersteine, die je für Prostituierte als Opfer des Faschismus gesetzt wurde.
Die Frauen von Hydra und Tamara (Berliner und Frankfurter Interessenvertretungen für Prostituierte) begrüßen die Initiative und halten die Bearbeitung des Themas für wichtig.

Verlegen der Stolpersteine vor dem Eingang zur Bordellstraße

5. Februar 2009 im großen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Mannheim
Szenische Lesung: "Die Unfruchtbarmacher"
Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim

Regie und Dramaturgie Eva Martin-Schneider

Einladungsblatt zur Szenischen Lesung im Landgericht

27. Januar 2009 Holocaustgedenkveranstaltung der Stadt Mannheim
Thema: Das NS-Unrecht der Zwangssterilisationen

Elisabth Campbell (rechts, im Gespräch mit Mitgliedern des Arbeitskreises) sprach einige Grußworte im Ratssaal der Stadt Mannheim.
Elisabth Campbell (rechts), Zeitzeugin, war von der Stadt Mannheim eingeladen, sie sprach einige Grußworte. Über ihren Leidensweg berichtet der Mannheimer Morgen.

MM-Artikel kann hier als DOC-Datei herunter geladen werden.
Dokument herunterladen (DOC 28 KB)

Die Ansprache von Prof. A.Bauer über "Die Zwangssterilisierungen unter dem Hakenkreuz als historisches Mahnmal für die heutige Medizinethik" kann man als
Dokument herunterladen (PDF 83 KB)


4. November 2008 im alten Hörsaal des Klinikums Mannheim
Szenische Lesung: "Die Unfruchtbarmacher"
Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim

Regie und Dramaturgie Eva Martin-Schneider

Die Veranstaltung wurde durch die Universitätsmedizin Mannheim unterstützt: Geschäftsführung und Personalrat des Klinikums Mannheim sowie von Prof. Dr. med. Axel W. Bauer, Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees (KEK)

Szenen aus der Lesung am Klinikum Fotos: R.Moll, Universitätsmedizin Mannheim

Montag, 14. Juli 2008 um 19.00 Uhr
Die szenische Lesung "Die Unfruchtbarmacher"

Zwangssterilisierungen im Nationalsozialismus in Mannheim wurde mit großem Erfolg im Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim am 14. Juli 2008 uraufgeführt. Eine zweite Veranstaltung fand am 27. Oktober 2008 statt.

Szenen aus der Lesung die Unfruchbarmacher Genau vor 75 Jahren hat die nationalsozialistische Reichsregierung ihr erstes Rassegesetz erlassen: das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Und es waren die Gesundheitsämter, zu deren Kernaufgabe in der NS-Zeit die Erb- und Rassenpflege gehörte.


Montag, 10.12.2007 um 19.30 Uhr
Dr. Winfried Wolf: "Beförderung gewährleistet"

im Saal U 7 im Hauptbahnhof Mannheim: Vortrag über die Rolle der Reichsbahn bei den Deportationen in die NS-Vernichtungslager und deren Aufarbeitung nach 1945.


Zug der Erinnerung vom 14.11.-17.11.07 in Mannheim

Der Zug der Erinnerung war in Mannheim mit ca. 3000 BesucherInnen, darunter etwa 50 Schulklassen und Jungendgruppen, ein großer Erfolg.
Zug der Erinnerung auf Gleis 89 Als der Oberbürgermeister von Mannheim, Dr. Peter Kurz, beim Empfang des Zuges über die Geschichte, die Rolle des Antifaschismus heute und die Notwendigkeit der Erinnerung auch durch diese Ausstellung sprach, hören zeitweise über 150 Menschen zu.
Empfang des Zuges auf Gleis 1
Die Ausstellung im Zug zeigt auch das Schicksal von Mannheimer Kindern.

Im Zug der Erinnerung - Schicksale aus Mannheim dokumentiert Frau Orna Marhöfer, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, rief vor allem die Verschleppung der kleinen Kinder, ihre grausame Trennung von den Angehörigen in Erinnerung. Sie machte u.a. deutlich, dass Erinnerung notwendig ist, um solche Gräueltaten nie mehr zuzulassen.
Rede von Frau Marhöfer kann hier als DOC-Datei herunter geladen werden.
Dokument herunterladen (DOC 22 KB)

Frau Sabrina Guttenberger, Vertreterin des Landesverbandes der Sinti und Roma, wies darauf hin, dass die Verfolgung und Ermordung Hundertausender ohne eine gut funktionierende Maschinerie, auch mit Hilfe der Deutschen Reichsbahn, nicht möglich gewesen wäre. Schon im Sommer 1940 wurden aus Mannheim 37 Sinti Kinder mit über 11.000 Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Grußworte von Sabrina Guttenberger, LAndesverband der Sinti und Roma
Die Rede von Frau Guttenberger kann hier als DOC-Datei herunter geladen werden.
Dokument herunterladen (DOC 32 KB)

Herr Nicolas Alt, Vorsitzender des Stadtjugendringes verwies auf die seit Jahren erfolgreiche antifaschistische Tätigkeit der Mannheimer Jugendorganisationen. Er betonte, dass möglichst viele Schulklassen zu der Ausstellung im Sonderzug kommen sollten.
Wie das Gästebuch zeigt, kamen Besucher aus der ganzen Region, trotz des abgelegenen Standorts des Zuges. Der Aufenthalt des Zuges der Erinnerung in Mannheim war von einem breiten Bündnis getragen und ermöglicht worden.
Gemeinsames Faltblatt hier herunterladen (PDF 174 KB)



Kundgebung am Freitag, 9.11.2007

Aus Anlass der Pogromnacht von 1938 nahmen am Gurs-Schild vor dem Hauptbahnhof Mannheim über hundert Menschen an der Kundgebung teil. Mannheimer Sinti-Jugendliche und andere KundgebungsteilnehmerInnen legten mehr als 30 Koffer vor dem Schild ab, die mit den Lebendaten von ermordeten oder verschollenen Kindern beschriftet sind.

Die Koffer vor dem Gurs-Schild erinnern an die deportierten Kinder
Das Gurs-Schild verweist auf die Deportation der badischen Juden von 1940. Der Berg von Koffern und das große Banner ist ein Hinweis auf die Ankunft des "Zuges der Erinnerung".


Es soll kein "Gras drüber wachsen"

Am 12. September 2007 hat der Arbeitskreis Justiz den völlig verkrauteten Zugang zum Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz wieder freigelegt, damit die Aufforderung, sich dem Mahnmal zu nähern, um die gespiegelte Inschrift im Inneren zu lesen, wieder erkennbar wird.

der Zugang zum Mahnmal wird wieder freigelegt


Filbinger - eine deutsche Karriere.

Eine Aufklärungsveranstaltung über "grob fahrlässige Geschichtsfälschung" mit Prof. Wolfram Wette am Dienstag, 8. Mai 2007. Wolfram Wette ist Professor für Neueste Geschichte an der Universität Freiburg und einer der profiliertesten Kenner des Werdegangs von Hans Filbinger. Im Sommer 2006 hat er das Buch "Filbinger- eine deutsche Karriere" herausgegeben.

Montag, 7. Mai 2007 ab 9 Uhr: Verlegung von "Stolpersteinen";



26. März 2007
Eine einstündige Sendung im bermuda.funk: "Zwangssterilisationen und das Erbgesundheitsgericht in Mannheim" UKW-Frequenz 89,6 MHz (Mannheim), 105,4 MHz (Heidelberg) Die Sendung ist dokumentier auf CD

27. Januar 2007

"Drei Millionen Deportierte - mit der Reichsbahn in den Tod": Der AKJM beteiligte sich an der Gedenk- und Protest-Stafette am Mannheimer Haupbahnhof

Gedenk- und Protest-Stafette im
 Mannheimer Haupbahnhof
Für die Holocaust-Gedenkveranstaltung der Stadt unterstützte der AKJM SchülerInnen der Friedrich List Schule bei der Vorbereitung ihrer Präsentation zum Schicksal des Ehepaars Hartnagel, denen als Opfer der NS-Justiz ein Stolperstein gesetzt werden soll.


Vom 6.-8. Dezember 2006
nahmen Mitglieder des Arbeitskreises an einem Symposium der Justizakademie Recklinghausen über das NS-Erbgesundheitsrecht teil.



Am 9. November 2006
organisierte der Arbeitskreis eine Kundgebung in Erinnerung an die Pogromnacht von 1938 und an die Deportation von 11000 jüdischen Kindern mit der Reichbahn in den Tod.

Die Stellungnahme der Initiativen "Elftausend Kinder" zur Auseinandersetzung um die seit zwei Jahren geforderte Gedenkausstellung kann hier herunter geladen werden. (2 Seiten, 13 kb)

Stellungnahme vom 03.12.2006: Öffentlich und mit den Opfern gemeinsam gedenken!_

Aktuelle Berichte, Interviews, Dokumente und Informationen zur neusten Entwicklung finden Sie unter: www.german-foreign-policy.com




Neues deutsches Selbstbewusstsein:

Vergangenheit bewältigen und umwerten

Jugendkulturzentrum FORUM,
Mannheim, Neckarpromenade 46
Do. 18.05.06, 19.30 Uhr
Veranstalter:
  • Arbeitskreis Justiz in Mannheim,
  • Fachschaft politische Bildung, Jugendzentrum Friedrich Dürr
  • Politik-Info-Redaktion Bermudafunk, Mannheim
Als Einsstieg in das Thema hat Michael Sturm (Geschichtswissenschaftler an der Uni Leipzig und Referent bei APABIZ) in einem Vortrag eine kritische Bilanz der geschichtspolitischen Umbrüche der vergangenen Jahrzehnte gezogen und mögliche Entwicklungslinien künftiger Erinnerungskulturen skizziert.

Das Referat von Michael Sturm kann hier als DOC-Datei herunter geladen werden.
Es handelt sich um 20 Seiten, Dateigröße: 92 KB.

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Erste Ergebnisse der Recherchen zum NS-Erbgesundheitsgericht
Vortragsversanstaltung
8. Februar 2006, 19.00 Uhr
Mannheim, Stadthaus N1, Podium der Abendakademie
( >>> Inhaltliches und Referate sind dokumentiert unter Rubrik "NS-Euthanasie")
  • Schicksale Betroffener
  • Ablauf des Verfahrens
  • "Rassepolitischer", ideologischer Hintergrund
Margret Hamm, Vorsitzende des Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V.,
  • Überleben der Betroffenen
  • Kampf um Anerkennung als Opfer und um Annullierung des NS-Gesetzes.


Chronik der Veranstaltungen zur Ausstellung zur "Arisierung" von Gegenständen des täglichen Gebrauchs

( >>> Inhaltliches und Referate sind dokumentiert unter Rubrik "Arisierung")

Dienstag, 9. November 04, 19.30 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Betrifft: Aktion 3" und Vortrag durch den Ausstellungsmacher
Prof. Wolfgang Dreßen, Professor für Geschichte an der Fachhochschule Düsseldorf und Leiter der Arbeitsstelle Neonazismus.

Donnerstag, 11. November 19.30 Uhr Cinema Quadrat, Collinicenter
Film: "Der große Raub" und Diskussion mit den Regisseuren Henning Burk und Dietrich Wagner;
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen

Dienstag, 16. November 04, 19 Uhr
Otto Köhler, Journalist, Hamburg: "Hitler ging - sie blieben"
Die gescheiterte Entnazifizierung, die politische und personelle Kontinuität in Deutschland nach 1945 und der "große Frieden mit den Tätern" (Giordano), sind die Themen Otto Köhlers bei dieser Veranstaltung.

Sonntag, 21. November 04, 15 Uhr Paradeplatz,
Auf den Spuren staatlich organisierter Schnäppchenjagd im Nationalsozialismus.
Treffpunkt zum Rundgang in der Mannheimer Innenstadt: Kreuzung Breite Straße / Planken

Dienstag, 23. November 04, 19 Uhr
Prof. Micha Brumlik, Leiter des Fritz-Bauer-Instituts, Frankfurt: Antisemitismus - ein sozialen Phänomen und seine Geschichte.
Der Lichtbildervortrag wird die Geschichte dieser oft mörderischen Haltung von der antiken Judenangst über den christlichen Antijudaismus und den mörderischen Rassismus der Nationalsozialisten, bis zum radikalen Islamismus unserer Tage nachziehen und analysieren.

Dienstag, 30. November 04, 19 Uhr
Dr. Hilde Schramm, Erziehungswissenschaftlerin , Berlin, und Mitbegründerin der Stiftung "Zurückgeben": Biographische Verstrickungen
Was tun, wenn "Erbstücke" eine ganz andere Familiengeschichte erzählen? Die Stiftung "ZURÜCKGEBEN" möchte dazu anregen, die direkte oder indirekte Vorteilsnahme vieler während der NS-Zeit aus der Verfolgung jüdischer Bürger nicht zu verdrängen. Die Stiftung ermöglicht es, aus freien Stücken und symbolisch zurückzugeben. Die Großeltern von Hilde Schramm, Albert und Wilhelmine Speer, waren Mannheimer Bürger.

Donnerstag, 13. Januar 05, 19 Uhr
Die Verwertung jüdischen Eigentums durch Deutsche in Mannheim.
Arbeitskreis Justiz in Mannheim und Studierende der Universität Mannheim präsentieren die Ergebnisse ihrer lokalhistorischen Erkundungen.

Donnerstag, 20. Januar 05, 19 Uhr
Rainer Matthes, Lesung: "Es ist ja heute nicht schön, aber sehr interessant in Deutschland zu leben."
Lesung, unter anderem aus Briefen des jüdischen Rechtsanwalts Friedrich Jakobi, der den Krieg in Mannheim überlebte und in den frühen Nachkriegsjahren die Geschehnisse der NS-Zeit und Wiedergutmachung und seine Eindrücke schildert.


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