8. Mai Feiertag!

8.Mai-Aktion an Gedenkorten_2020

75 Jahre
nach der Befreiung
vom Faschismus:

Den  8. Mai
zum bundesweiten gesetzlichen
Feiertag machen!

Mit einer Aktion an Orten des Gedenkens für Opfer des Nationalsozialismus unterstützen wir die Petition, die von Esther Bejarano initiiert wurde.

(von links nach rechts) Mahnmal
für die Deserteure aller Kriege
für die Opfer der NS-Justiz
für die Opfer der Zwangssterilisation
für die Widerstandskämpfer*innen
für die Widerstandgruppe um Georg Lechleiter
für die Opfer der Euthanasie und Konzentrationslager
für die ermordeten jüdischen Rechtsanwälte und Richter

Antifaschistische Stadtrundgänge

20190915 gegen vergessen antifa rundgaenge

Mitglieder des AK-Justiz beteiligen sich mit ihrem erarbeiteten Wissen an den antifaschistischen Stadtrundgängen, die zusammen mit Mitgliedern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) mannheim.vvn-bda.de/stadtrundgang/ durchgeführt werden.

Teil 1: Treffpunkt: Georg-Lechleiter-Platz: Arbeiterwiderstand und Verfolgung, rassistische Entrechtung und Unterdrückung in Mannheim.

Teil 2: Treffpunkt: Schloss Ehrenhof (rechts): NS-Justizterror, rassistische und soziale Ausgrenzung und religiöser Widerstand in Mannheim.

Die Rundgänge können über die Abendakademie Mannheim gebucht werden. www.abendakademie-mannheim.de/programm

Einer der Rundgänge starten beim Denkmal für die Lechleitergruppe. Der Mannheimer Widerstandsgruppe wir jährlich am 15. September gedacht, dem Tag, an denen die meisten der Gruppe hingerichtet wurden.

Entmilitarisierter Volkstrauertag

Nachdem es beim Volkstrauertag 1989 zu Auseinandersetzungen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) über die Art des Gedenkens gekommen war, wird von antifaschistischen Kräften unter Führung des DGB bis 2018 ein „entmilitarisierter Volkstrauertag“ begangen, insbesondere im Gedenken an die Desserteure.

Der AK-Justiz beteiligt sich immer wieder mit Redebeiträgen an den antimilitaristischen Gedenkveranstaltungen auf dem Hauptfriedhof.

Rede bei entmilitarisiertem Volkstrauertrag

Nazi-Relikte im deutschen Recht – 14. 12. 2016

Die Initiatorin von „NAZI-FREIES RECHT!“, Rechtsanwältin Dagmar von Stralendorff stellte am 14.12.2916 in ihrem Vortrag bei der Abendakademie dar, wie und wo in vielen gängigen Gesetzen sich bis heute alte Nazi-Rechtsauffassungen verstecken.

Das Ziel der im März 2016 gegründeten „Initiative nazifreies Recht” ist es, diese Relikte nationalsozialistischer Gesetzgebung aufzudecken, sie öffentlich zu diskutieren und die notwendige Entrümpelung der deutschen Gesetzgebung anzugehen.

Mehr Infos auf der Webseite der Initiative ich-bin-dafür.org

Flyer Initiative nazifreies Recht

Filbinger – eine deutsche Karriere – 8. 5. 2007

Am Grab des ehemaligen Baden-Württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger rückt ihn sein Amtsnachfolger Günther Oettinger in die Nähe des Widerstands.

Wolfram Wette, Professor an der Uni Freiburg berichtet in einer „Aufklärungsveranstaltung über grob fahrlässige Geschichtsfälschung“ über Filbinger als NS-Marinerichter, der 1978 wegen Uneinsichtigkeit und verweigertem Unrechtsbewusstsein zurücktreten muss. Filbinger baute die extrem rechte Kaderschmiede „Studienzentrum Weikersheim“ auf. Auch in Mannheim, seiner Geburtsstadt, wird Filbinger zu seinem 80. Geburtstag noch 1993 vom SPD-OB im Schloss geehrt. Filbingers Karriere: ein immer wiederkehrender Versuch durch Verdrängen und Umdeuten der Geschichte die Täter- und Mitwisserschaft zu verleugnen.

Titelseite zum 2006 erschienenen Buch von Wolfram Wette Filbinger - eine deutsche Karriere.

Titelseite zum 2006 erschienenen Buch von Wolfram Wette

Neues deutsches Selbstbewusstsein 18. 5. 2006

Vergangenheit bewältigen und umwerten

In einer gemeinsamen Veranstaltung mit AK-Justiz, der Fachschaft politische Bildung, Jugendzentrum Friedrich Dürr und der Politik-Info-Redaktion Bermudafunk am 18.05.06 im Jugendkulturzentrum FORUM, zieht der Referent Michael Sturm (Geschichtswissenschaftler an der Uni Leipzig und Referent bei APABIZ)eine kritische Bilanz der geschichtspolitischen Umbrüche der vergangenen Jahrzehnte und skizziert mögliche Entwicklungslinien künftiger Erinnerungskulturen.

Das Referat von Michael Sturm als PDF zum Download

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